Archiv des Autors: Laurin Seymann

NEU! FRISCH VOM FASS! Grüner Mann 2018 weinviertel DAC Reserve

Zeigt sich mit einem intensiv goldgelb mit dichten Schlieren im Glas.

Im Geruch voll und exotisch. Reife Orangenschale, Zitronen- und Mango Noten werden von zarten weißen Fliedertönen eingefangen. Leichte Röstaromen wie Butterkaramell, Akazienhonig und Brauner Zucker runden ihn ab.

Im Mund entsteht ein vielschichtiges Geschmackserlebnis. Das klassische Pfefferl tritt am Gaumen auf, wird durch kräutige Zitronenmelisse abgerundet und von einer animierenden Säure getragen. Neben dem intensiv fruchtigen Eindruck aus dem ersten riechen und schmecken, entfaltet sich eine feine, leicht salzige Mineralik.

Der zart fruchtige Schmelz im Abgang macht Lust nach dem nächsten Schluck!

Der Grüne Mann ist die Konzentration unseren besten und ältesten Grünen Veltliner Reben. Diese sind in der Riede Schatzberg und In den Wiegen. Der Grüne Mann ist eine Hommage an unsere Naturwesenheiten.

Die schwere Glasflasche ist mit Naturkork verschlossen, eine Versiegelung mit Bienenwachs ist möglich. Trocken 12,5 Vol. 1,0 Restzucker.

Von der einfachen Jause bis zum Tafelspitz ist der Grüne Mann ein toller Speisebegleiter, purer Genuss mit jeder Flasche garantiert.

Am. 29.8.2018 handverlesen – selektioniert – Maischestandzeit – Ganztraubenpressung – vergoren und gereift in Akazie und österr. Eiche. 18 Monate auf der Feinhefe.

hier bestellen

Weinhandwerker aktuell Ende April 2020, Harald und Laurin schreiben:

Der Frühling hat in den letzten zwei Wochen seine volle Kraft entfesselt: früh- und spätreifende Rebsorten haben die Knospen entfaltet und befinden sich teilweise schon im 3-5 Blatt Stadium mit sichtbaren Blütenansätzen… Dieser doch recht frühe Austrieb treibt uns voran und wird gottseidank durch etwas kühlere Nächte eingebremst – man spürt aber die explodierend wollende Lebenskraft!

St. Laurent auf der “Platte” am Schatzberg

Spätestens jetzt müssen die Weingärten für die neue Saison gewartet sein: alle Drähte gespannt und kaputte Steher getauscht.

Wir haben aufgrund der sehr trockenen letzten Wochen keine neuen Begrünungen angebaut, weil kein Regen in Sicht war. Das Wetter soll sich hoffentlich ändern aber genau weiß man es nie darum greifen wir jetzt zu einen „Kunstgriff“: um die immer stärker werdende Wasserkonkurrenz durch langsam überhand nehmende Beikräuter zu bremsen, bauen wir jede zweite Rebzeile neu an: auf die vergraste Fläche wird vorerst von Hand die Saat aufgesät. Dann wird sehr bewusst und einfühlsam mit den Bogenmesser unserer alten Fräse die verdichtete Grasfläche durchtrennt und mit den aufgesäten Samenkörner sanft durchgemischt. Das ergibt einen drei bis fünf Zentimeter dicken schützenden Mulch in dem die Samenkörner auf den Regen warten. Gleichzeitig bleibt die Erde vor Erwärmung und Austrocknung geschützt. Wenn es dann endlich einmal regnet werden die auf unser sehr trockenes Klima ausgewählten Saaten sofort keimen: dies sind alte robuste Sorten wie Nackthafer, Nacktgerste und die unverwüstliche Zottelwicke die selbst in Halbwüsten gedeiht. Ergänzt wird mit Fenchel, Koriander und Esparsette. (danke lieber Wilfried Hartl vom Bioforschungsinstitut Austria für diesen Trick!)

Einfühlsame Bodenbearbeitung und aufsaat von Gründüngung in der Wiege

Danach beginnen  wir mit dem „Stammputzen“ und dem „zweiten Rebschnitt“: beim Putzen des Hauptstammes werden kleine Triebe von Hand entfernt, manche Sorten wie Grüner Veltliner bilden sehr sehr viele – dies ist eine genetische Erinnerung der Reben an ihre Zeit vor hunderttausenden Jahren als sie am Rande der Urwälder ihren Lebensraum absicherten..

Am Kopf des Rebstammes und den Bögen links und rechts davon werden endgültig die Weichen für die Qualität gestellt: noch kann man geschickt mit den Fingern jeden zweiten Trieb ausbrechen um Platz für mehr Durchlüftung und Entspannung unter den Weinreben zu schaffen. Kümmertriebe und Doppeltriebe werden entfernt. Bis jetzt wurden viel mehr Triebe als notwendig mitgenommen um eine Reserve bei Naturereignissen wie starken Frost zu haben (2012, 2016, 2017). Aber jetzt wird der Rebstock wird von uns endgültig auf seine individuelle Leistungsfähigkeit eingestellt, es ist eine sehr lange und einfühlsame Arbeit die viel Hingabe erfordert, sozusagen unsere „Extrameile“ an die Weinreben, deren Ertrag damit reduziert wird. Unser Motto; weniger am Stock ist mehr im Glas!

Der Schatz wird gehoben! Grüner Mann 2018 frisch vom Fass!

Im Weinkeller haben wir gerade den Grünen Mann 2018 aus dem Fass gehoben. Ein absolut potenter Grüner Veltliner der Reserve Klasse mit exotischer Brillanz. Wir sind sehr glücklich über das Ergebnis! Unglaublich, fast schon 2 Jahre ist es her als wir diese Trauben ernteten. Die Lese für den Grünen Veltliner begann damals in den frühen Morgenstunden des 28.August wegen der hohen Temperatur am späteren Vormittag!!! Das Ziel war viel Frucht, Säure und wenig Alkohol – ganz schön fordernd im Hitzejahr 2018, welches uns bestätigt, dass man seine gewohnte Bewirtschaftung ändern muss und auch wirklich spannende und geniale Weine zu keltern! Wie das schmeckt? Überzeugt Euch selbst!

Weinhandwerker aktuell Harald & Laurin berichten:

Volle Kraft voraus! – unsere Weinreben werden vom fast „sommerlichen Frühling“ der letzten Tage wach geküsst…. Das „Bluten“ der Reben beginnt und leitet die neue Saison 2020 ein. Mit jeden Tag schwellen die Knospen mehr und mehr und treiben schließlich aus. Das Wachstum der Reben richtet sich jetzt nach der täglichen Durchschnittstemperatur und der Sonnenbestrahlung. In den letzten heißen Tagen mit durchgehenden Sonnenschein kann man dem entfalten der ersten kleinen Miniblätter buchstäblich zusehen …

Unser Powerteam – Fanda – Harald – Viktoria – Laurin – Nancy und unser first wine dog Luna

Bei uns im Weingarten ist nach dem Anbinden der Triebe jetzt Zeit um unsere Weingärten zu „warten“. Dabei werden kaputte Weingartensteher – altdeutsch: Packstall -pulkautalerisch  gesprochen: „Backsteu“ getauscht. Drähte die das ganze Jahr für eine stabile und luftige Laubwand sorgen werden nachgespannt.

Bluten der Reben, Wasser und Nährstoffe kommen von den Wurzeln bis in die Triebspitzen

Als Biobetrieb bauen wir in unseren Gärten des Weines spezielle Begrünungen als „Futter“ für unsere Nützlinge an. Nützlinge lieben vielfältig begrünte Böden weil sich die Temperatur der Erde wohltuend ausgleicht und es in heißen Phasen einfach viel feuchter bleibt.

Offene Böden verdunsten sofort das im Moment sehr begehrte Nass – seit Wochen hat es nicht mehr geregnet – aber unser Erdreich ist noch feucht…

Die Saat wird zum nächst günstigen Zeitpunkt von Mond, Gestirne und vorhandener Arbeitskraft händisch ausgesät – dann hoffen wir auf Regen damit unsere Saat aufgeht. Dies ist ein organisatorisches Kunststück, so ähnlich wie eine Weinlese…

Das Pulkautal, eine Autostunde nordwestlich von Wien, ist eine sehr heiße, trockene Zone, hier Landwirtschaft zu betreiben erfordert viel Einfühlungsvermögen und Detailarbeit: direkt unter den Rebstöcken halten wir im Gegensatz zum übrigen Weingarten den Boden „BeiKraut“ frei um direkte Wasserkonkurrenz zu vermeiden. Nährstoff wird durch Bearbeitung und freigesetzt und die Laubwand bleibt luftig, und damit sicherer vor möglichen Pilzerkrankungen.

Die Arbeit um diesen Teil des Weingartens frei von „Unkraut“ zu halten ist sehr arbeitsam, wenngleich schon viel einfacher als in der Vergangenheit. Früher konnte man das nur von Hand mit einer sogenannten „Haue“ machen, daher leitet sich auch der Name „Weinhauer“ ab.

Inzwischen fährt der Traktor im Pulkautal mit dem so genannten „Haugerät“. Wir sagen auch „Scheren“ fahren oder „Schwerteln“ dazu…. Einmal im Jahr gehen wir dann dem Traktor hinterher und arbeiten nochmal einmal ganz genau mit der Haue von Hand nach, so wie früher… Und all diese Arbeiten beginnen gerade wieder damit der Rebstock gut in die Saison startet!

Wenzel mit dem Haugerät bei der Beikraut entfernung oder auch “schwertln”

Aber auch im Weinkeller wo momentan alle Weine reifen, gibt es immer was zu tun – unser Zweigelt aus 2017, der „Alte Hase“, wird diese Woche auf Flasche gezogen. Wir können es kaum erwarten mit Euch den Zweigelt „Alter Hase 2017“ zu verkosten! 2017 war ein wirklich schönes Rotweinjahr – seit gespannt! Ab Ende dieser Woche offiziell trink- und lieferbereit!

NEU! AKAZIEN WELSCHRIESLING 2018

VERSPIELT WIE DER LENZ! NEU! Akazien Welschriesling 2018 ist da…ready to go…der perfekte Partner für frühlingshafte Gaumenfreuden wie Spargel, Bärlauch und vieles mehr.

Unser Welchriesling wird physiologisch hoch reif, natürlich von Hand verlesen, von der Riede Leitenfeld, direkt neben Karlsdorf. 12h Maischestandzeit, behutsame Ganztraubenpressung, Vergärung und 16 Monate Reife auf der Feinhefe in Akazienfässern. Flaschenfüllung Februar 2020.

Kostnotizen:
Tief strahlendes gold-gelb im Glas. In der Nase schwingt Akazienblütenduft, gefolgt von Weißdorn, Zitronencreme, Jasmin, Melisse und Williamsbirne. Am Gaumen exotische Frische, vielschichtiges, ausbalanciertes Frucht –Säurespiel. Finessenreicher, feinfruchtiger, eleganter Abgang… Ein Spannungsreicher Wein, der erforscht und entdeckt werden will. Schraubverschluss (Symbolfoto) trocken, österr. Qualitätswein, 12,5% Alk. 1,0 RZ

hier bestellen

Aus gegeben Anlass

Der Frühling findet statt, die Natur kennt keine Krise, die Natur kennt keinen Stillstand, es wird immer weiter gehen! Das Leben und die Liebe wird sich immer durchsetzen!

Wir sind ein Agrarbetrieb und haben daher für den Abhofverkauf geöffnet (wir liefern auch und verschicken mit DPD, Bestellungen via Onlineshop), damit unterstützen wir die Versorgungssicherheit der Bevölkerung „unter Einhaltung der aktuellen hygienischen Erfordernisse“…

Wir schätzen Eure Treue und bitten Euch die Möglichkeit des Abhofverkaufs und des Onlineshops zu nutzen. Wir freuen uns bald mit Euch gesund und vital anzustoßen!!!

Viele Liebe Grüße und gute Nerven

Familie Seymann – Die Sechs Hände, gut gewaschen, Nancy, Harald & Laurin

Die Arbeit als biologischer Familienbetrieb mit Verantwortung für einen Mitarbeiter geht im Weingarten ungebremst weiter – der Frühling ist im vollen Gange. Wir beenden gerade den Rebschnitt, beginnen die Rebstöcke anzubinden und danach die Ruten am Führungsdraht anzuheften. Alte Holzsteher müssen getauscht, Gerät repariert, Drähte gespannt, Begrünungen geplant werden. Der Weingarten wird für die kommende Saison fit gemacht. Alle Zeichen deuten auf einen verfrühten Austrieb dieses Jahr hin, dadurch müssen wir unsere Arbeitsschritte schneller erledigen…

Riede kleine Berge, Reblaus, Kriege, Weltwirtschaftskriesen, Frost und Trockenheit haben diese Weinberge schon gesehen und sind noch immer da! Es geht immer weiter…

JETZT NEU Sparky Pink Baby Brut im Online Shop

Sparky Pink Baby Brut Hand-Werk
Aus handverlesenen vollreifen Blauen Portugieser und Zweigelt Trauben von Karlsdorfs bester Lage, Steingarten. Strahlende pink lachsrosa Farbe und leichte Perlage, erfrischend und charmant. Im Duft und Geschmack nach Waldbeeren und Veilchen, mit einem Hauch von Mandarinen und Steinobst. Schaumwein, trocken 6,5g/l RZ brut, 12,0 Vol. % Alk, Drehverschluss 200ml


Weinhandwerker Aktuell – 01.2020

Das Weinjahr 2020 hat begonnen! Der sanfte Rebschnitt ist schon in vollem Gange!

Nach dem Weinjahr 2019 dürfen unsere Stöcke ruhen und bekommen zwischenzeitlich einen neuen „Schnitt“ von uns verpasst. Ziel ist es das Wachstum und den Ertrag für den kommenden Jahrgang zu lenken, ohne den Rebstock dabei zu verletzen und den Wuchs der Rebe sowie den Saftstrom zu lenken. Denn die alten Rebstöcke sind jene die wirklich interessant für uns als Winzer sind. Aber nur ein vitaler Rebstock ist ein wertvoller Rebstock, dabei ist der sanfte Rebschnitt auschlaggebend um möglichst lange mit unseren Reben zusammen zu arbeiten. Diese Arbeit benötigt viel Erfahrung, Einfühlsamkeit und Gespür für die Rebe. Unsere ältesten Stöcke sind weit über 60 Jahre und wir freuen uns auf 60 weitere Jahre mit Ihnen!

Dabei genießen unsere Weingärten den so dringenden winterlichen Niederschlag, zwar noch keinen Schnee aber hin und wieder Regen. Jetzt werden die Wasserreserven wieder aufgefüllt. Seit den Feiertagen ist es sehr ruhig in den Weingärten, dafür schöpferisch-kreativ im Büro – neue Ideen entstehen für das kommende Weinjahr – lasst euch überraschen

Zugleich ist auch unter der Erde im Weinkeller „allerhand“ zu tun. Wir cuvettieren unsere nächsten Weine und bringen die 2019 Rotweine in den Fasskeller, 12 Meter tief in den Bauch der Erde. Diese Weine kommen nun in zu jeden Wein passende, sorgsam ausgewählte Barriquefässer.

Unseren Akazien Welschriesling aus dem Weinjahr 2018 füllen wir jetzt zum richtigen Mond nach über ein Jahr Akazienfass reife, feinfruchtig, elegant, ausbalanciert und richtig schön zum trinken ist er! Er kann es kaum erwarten endlich in die Flasche zu springen und Euch glücklich zu machen! Viel Sonne aus dem Sommer 2018 steckt in jeder dieser Flaschen! Er ist nun bereit Freude & Sonne zu verbreiten! Alle anderen Weine dürfen noch weiter reifen…

Danke 2019 & Peace on Earth 2020

Fanda and Laurin pruning the vines, 27.12.19, Kleine Berge, Karlsdorf / sanfter Rebschnitt

Herzlichen Dank an Euch liebe Menschen die uns besucht und unterstützt! Wir schätzen Eure Begeisterung für unsere Weinkultur – Ihr macht es möglich dass wir die Mission erfüllen können unsere WeinGärten zu reKULTivieren. Damit macht ihr Millionen Lebewesen in unserem kleinen Stück Paradies im Pulkautal glücklich. Wir freuen uns Euch zu sehen und wünschen friedliche Feiertage und alles Gute für 2020 ! Prost!

As the year comes to a close, we want to thank you for being a part of our Weinhandwerkerei community of wine lovers and helpers. Whether you visit us for our wine, delicious dates, take time to read our newsletter, help us get our work finished or slow down in our vineyards and winery – we appreciate your enthusiasm and support! You make it possible for us to fulfill our mission of reCULTivating our earth so that millions of living creatures may flourish in our vineyards. Peace on earth and all our best wishes for you in 2020! Cheers!

Rakatai Alte Reben Blauer Portugieser 2017

Feinfruchtige lebendige Essenz unserer alten Portugieser Reben, eine Erinnerung an die Urahnen der „Flüssigen Landschaft“, den keltischen Stamm Rakatai, der schon vor 2500 Jahren in unseren Region Wein erntete. 16 Monate im Sandkeller in erfahrenen französischen und Tokaj Eichenfässern gereift. Tiefes Rubinrot mit dunklem Kern. Sehr fruchtig. Himbeere, feine milde Würze, Vanille, Anklänge von Minze und Mandel. Vollmundig, mildes Tannin, langer fruchtiger Abgang!

111 Weine Österreich die man getrunken haben muss – unser Blauer Portugieser Rakatia Alte Reben ist einer davon! Wir fühlen uns sehr geehrt! Buchempfehlung: 111 Weine aus Österreich die man getrunken haben muss von Luzia Schrampf und Daniela Dejnega.

Schmeckata 2019

Pure Spätsommer-Energie in der Flasche! Unser genialer Satz: Gelber Muskateller, Grüner Veltliner, Sauvignon Blanc, Gewürztraminer. Taste me, love me, take me! Auslese von handselektierten, sonnenreifen Trauben am 6.09.2019 schonend geerntet, gemeinsam gepresst und vergoren. Reifer blumig-fruchtiger Duft, harmonische Frische, glücklich-machende Fülle und Abgang. Trocken 1,0 RZ, 11,5Vol. % Alk. Drehverschluss