WE GOT SOUL ≈ 27.-28.01 AUSG’STECKT ≈ GERALD ETZLER SPIELT AM SAMSTAG

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weinhandwerker aktuell – 17.01.2018

Unser Sohn Laurin ist nun hauptberuflich Winzer bei uns in der Weinhandwerkerei! Nach seinen Weinwanderjahren, Auslandsberufserfahrungen und Ausbildungen hat er sich nun entschieden gemeinsam mit Nancy & Harald die Zügel in die Hand zunehmen um seine Zeit, Ideen und Energie in den Familienbetrieb zu investieren. Vorwärts!

 

 

Nach dem extrem trockenen Weinjahr 2017 freuen sich unsere Weingärten über den so dringenden winterlichen Niederschlag, manchmal Schnee, meistens Regen. Jetzt werden die Wasserreserven wieder aufgefüllt. Seit den Feiertagen ist es sehr ruhig in den Weingärten, dafür schöpferisch-kreativ im Büro – neue Ideen entstehen für das kommende Weinjahr – lasst euch überraschen…! Mit der Ruhe im Weingarten ist es auch bald wieder vorbei denn wir beginnen nun mit dem sanften Rebschnitt. Ziel ist es das Wachstum und den Ertrag für den kommenden Jahrgang zu lenken, ohne den Rebstock dabei zu verletzen. Denn die alten Rebstöcke sind jene die wirklich interessant für uns als Winzer sind. Aber nur ein vitaler Rebstock ist ein wertvoller, dabei ist der sanfte Rebschnitt auschlaggebend um möglichst lange mit diesen alten Reben zusammen zu arbeiten. Diese Arbeit benötigt viel Erfahrung, Einfühlsamkeit und Gespür für die Rebe. Unsere ältesten Stöcke sind weit über 60 Jahre.

Zugleich ist auch unter der Erde im Weinkeller „allerhand“ zu tun. Wir cuvettieren unsere nächsten Rotweinjahrgänge 2015 und bringen die 2017 Rotweine in den Sandkeller, 12 Meter tief in den Bauch der Erde. Diese Weine kommen nun in zu jeden Wein passende, sorgsam ausgewählte Barriquefässer.

Der erste 2017er Weißwein ist gefüllt – unser genialer Satz „Schmeckata 2017“ wurde vor Weihnachten zum richtigen Mond auf Flasche gezogen und ist nun bereit Freude & Sonne zu verbreiten! Alle anderen Weißweine dürfen noch weiter reifen…

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weinhandwerker aktuell – 29.11.2017

Gut Ding braucht Weile – vor allem die Vermehrung des Schönen!

Seitdem 2002 Harald Michael Seymann mit seinen Bruder Alexander den väterlichen Betrieb übernommen hat, stand stets der ökologische Gedanke im Vordergrund. Nach und nach wuchs durch unser gemeinsames werken, unsere Erfahrungen und den stetigen Austausch das Konzept der Weinhandwerkerei. Dies wurde durch den Eintritt von Sohn Laurin in die Weinbauschule Krems bestärkt. Auch Harald hat im Jahr 2009 den Bio Zertifikatskurs in Krems absolviert. 2011 wurde der Hauptwohnsitz von Alland im Wienerwald direkt zum Weingut nach Karlsdorf verlegt. Jetzt war es täglich möglich die Hand am Weinstock zu haben. Und spätestens nach der Ausbildung Laurins und seiner Rückkehr aus seiner Zeit bei einen der bekanntesten biodynamischen Weingütern in Neuseeland 2015 war klar was wir wollen: das Ziel der Weinhandwerkerei ist es unsere alten Wein-Gärten zu revitalisieren und zu beleben und durch unsere Arbeit mit der Natur und dem Wein ein ökologisches Paradies aus jedem Wein-Garten zu machen. Aus den Trauben von unseren blühenden und voller Lebenskraft strotzenden WeinGärten keltern wir Weine, welche unsere Landschaft, das Klima, den Boden und die Facetten des einzelnen Jahrganges schmeckbar machen. „Seymann´s flüssige Landschaft™“ steht für langlebige & ausdrucksstarke Weine im Einklang mit Muttererde! Diese werden durch das Kern-Team der 6 Hände geschaffen – Nancy, Harald und Laurin.

Diese Ziele sind nur im Sinne einer ganzheitlichen biologischen Bewirtschaftung zu erreichen. Seit 2013 haben wir in der Weinhandwerkerei endlich unseren eigenen Traktor und können dadurch effektiv die Pflanzenstärkung betreiben. Das bedeutet zum Beispiel Pflanzenschutz in der Nacht um den höchsten Wirkungsgrad zu erreichen und Insekten zu schonen. Biodynamische Präparate werden unterstützend zur Belebung der Böden und der Pflanzen von Hand zum richtigen Zeitpunkt ausgebracht.

Seit dem Wirtschaftsjahr 2014, also seit dem wir unseren eigenen Traktor haben, arbeiten wir konsequent rein biologisch. Allerdings mussten wir als junger Betrieb mit unseren Erfahrungen wachsen um diesen offiziellen Schritt der Bio Umstellung zu wagen. Den wir waren so sehr damit beschäftigt unsere WeinGärten zu beleben das wir schlicht keine Zeit für den bürokratischen Mehraufwand und Kontrollen hatten. Im Dezember 2016 war es dann soweit, wir hatten uns dazu entschieden den Bio Kontrollvertrag, bei Bio Garantie Austria zu unterschreiben. Das bedeutet wir sind nun offiziell ein Betrieb der sich in Bio Umstellung befindet. Das Umstellungsprozedere dauert 3 Jahre. Somit werden wir mit der Ernte 2020 offiziell ein EU Biosiegel auf unseren Etiketten haben.

Am 15.11.2017 haben wir unsere erste offizielle Bio Austria Garantie Kontrolle mit Bravur Bestanden!

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WEINHANDWERKER AKTUELL – 15.11.2017

Laurin schreibt:

Nach der Lese ist vor der Lese

Der Jahrgang 2017 liegt nun wohlbehütet nach einer sehr intensiven Weinlese in unserem Weinkeller. Dort ist es jetzt auch stiller geworden. Die Gärung ist nahezu komplett bei allen Weinen abgeschlossen. Jetzt geht es um die Reifung unserer Weine, das braucht Zeit. Zart werden die Weine auf der Feinhefe aufgerührt, wir kosten, beobachten und erfreuen uns an den herrlichen Aromen und Geschmäckern der neuen Weine! Ihr könnt gespannt sein! Unser genialer Satz – „Schmeckata 2017“ ist jetzt genau richtig und macht sich deswegen am Weg in die Flasche. Alle anderen Weine sollen reifen und ihre Aromen weiterentwickeln. Unsere Rotweine übersiedeln jetzt allmählich nach der Gärung im großen Gebinde in unseren alten Weinkeller, dort reifen sie dann 12Meter tief im Bauch der Erde in Barriquefässern.

Auch wenn die Weinlese vorüber ist und die Blätter bereits gefallen sind so sind wir im Weingarten zurzeit sehr tatkräftig. Denn nach der Lese ist vor der Lese. Um unsere Böden belebt und vielfältig zuhalten erneuern wir in einem regelmäßigen Zyklus unsere Begrünungen. Diesmal haben wir im Oktober die Hälfte unserer Flächen mit neuen Sämereien angelegt. Nach dem extremen Weinjahr 2017 welches durch Spätfrost im Mai und der bis vor kurzen andauernden Trockenheit geprägt war, arbeiten wir eifrig daran unsere Böden für Jahre wie 2017 fit zu machen. Deshalb bringen wir zurzeit unseren eigenen Kompost in die Weingärten und dazu ergänzend ein vulkanisches Tonmineral „Vermiculit“ aus. Dieses Tonmineral unterstützt uns sehr beim Humusaufbau, dadurch wird der Boden elastischer und kann Wasser viel besser speichern deshalb wird der Weinstock auch in solchen Jahren gut mit allem versorgt was er aus der Erde benötigt.

Der Boden ist unser allerhöchstes Kapital, wir hegen und pflegen ihn wie unseren größten Schatz, damit auch unsere Kindes Kinder sich über den Geschmack, die Einzigartigkeit unseres Weines und des Terrors erfreuen können.

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Weinhandwerker Aktuell – 08.08.2017

Laurin schreibt:

Das extrem herausfordernde und trockene Jahr 2017 hat uns in den letzten Wochen endlich den so dringend notwendigen Niederschlag gebracht. Dennoch, viele Reben sind von der langen Trockenperiode gekennzeichnet. Bei solchen Reben wird der Ertrag bewusst noch weiter reduziert um den Pflanzen Stress abzunehmen. Wir sind täglich darum bemüht unsere WeinGärten in Balance zu halten.

Nach dem Regen kann man sofort die unglaublich beeindruckende Regenerationskraft von Mutternatur bewundern, innerhalb weniger Tage ist das Land sofort wieder grün. Dort wo erst alles verdorrt war, treibt jetzt neues Grün. Die Begrünungen die wir im Frühling eingesät haben treiben jetzt aus! Man hat das Gefühl die WeinGärten finden wieder ihr Gleichgewicht – nach so vielen Tagen brütender Hitze an denen die Pflanzen um ihr Überleben gekämpft haben, kehrt wieder Entspannung und Harmonie ein.

Jetzt lässt sich auch schon die kommende Ernte erahnen, die Rotweinsorten haben vor einigen Tagen begonnen sich umzufärben. Je nach Sorte sind die Trauben schon fast vollkommen umgefärbt. Die Beeren nehmen an Größe fast täglich zu und werden auch schon langsam weich. Die Reifephase hat begonnen! Der Zuckergehalt und das Aroma der Beeren steigen spürbar jeden Tag. Im Keller haben wir mit den Lesevorbereitungen schon gestartet und die Weinlese rückt täglich näher. Wir freuen uns!

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SOMMERLAUNE ≈ taste of summer

Ein Lieblingsrezept aus meiner Buschenschank-Küche. Gutes Gelingen
//  For everyone who asked about my recipe last weekend, here you go … Cheers, Nancy

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weinhandwerker aktuell 20.07.2017

Alles machen wir für unsere Jugend – Wasser ist Leben

Laurin schreibt:

Wir erleben zur Zeit einer der trockensten Perioden seit Jahrzehnten. Seit Jahresbeginn messen wir gerade einmal 120mm Niederschlag. Nahezu jedes Gewitter ist an uns vorbei gezogen.

Damit stellen sich für uns völlig neue Herausforderungen im WeinGarten. Wir reduzieren bewusst noch mehr als sonst üblich unsere Erträge. Unser Ziel ist es auch in extremen und schwierigen Jahren fruchtige, harmonische, langlebige Weine zu vinifizieren. Das bedeutet noch mehr wohl überlegte Handarbeit im WeinGarten.

Unsere Begrünungen zwischen den Reben werden auf Grund der Wasserkonkurrenz gewalzt. Dadurch werden die Pflanzen abgeknickt und benötigen weniger Wasser. Trotzdem können unsere Nützlinge so mit uns den WeinGarten in Balance halten und der Boden ist vor direktem Sonnenlicht geschützt.

Die alten erfahrenen Reben haben tiefe Wurzeln und können sich besser mit Wasser aus der Tiefe versorgen. Unseren jungen WeinGärten müssen wir allerdings helfen: einmal in der Woche gießen wir zu Zweit händisch unsere jungen Reben.

Weil es nahezu jeden Tag über 30 Grad Celcius erreicht, arbeiten wir nur von Sonnenaufgang bis maximal zu Mittag. Sonst ist es unerträglich heiß. Auch unsere Pflanzenstärkungspräparate können wir auch aufgrund der singenden Hitze nur in der Nacht ausbringen.

Wir SeyMänner/Frauen betreuen unsere Reben persönlich und intensiv. Durch die heurige extreme Trockenheit liegt der notwendige Einsatz sogar für unsere Maßstäbe weit über dem Durchschnitt. Wir freuen uns auf heilenden Regen um auch unser persönliches Leben wieder zu entschleunigen.

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WEINHANDWERKER AKTUELL 30.06.2017

Michal giesst die Jungen beim Sonnenaufgang vor der grossen Hitze

Laurin schreibt:

Die längsten Tage des Jahres werden immer kürzer seit der Sommersonnwende am 21. Juni   und wir geniessen (!?) einen echten, heissen Sommer. Allerdings rutschen unsere Reben von einer Extremen in die Nächste. Nach dem Frostnächten im Mai bleibt der so wichtige Regen für unsere Reben aus. Seither kämpfen wir gegen eine anhaltende Trockenperiode.

Das bedeutet wir investieren noch mehr intelligente Handarbeit in unseren WeinGärten um mit dem vorhandenen Wasserreserven im Boden hauszuhalten. Nur unsere junge Reben, die noch nicht über ausreichend tiefe Wurzeln verfügen müssen wir mindesten ein mal wöchentlich händisch bewässert werden.

Unsere Dauerbegrünung zwischen den Reben wird gewalzt – dadurch bleibt die Artenvielfalt bestehen und schützt unseren kostbaren Boden.

Die Weinblüte ist komplett abgeschlossen und leutet nun die Reifeetappe bis zur Weinlese ein! Unsere Reben halten sich tapfer und freuen sich mit uns auf lebensnotwendigen Regen, der hoffentlich bald ins Pulkautal kommt.

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DER WEINHANDWERKER AKTUELL 10.2016

DAS WEINJAHR 2016 / Nach den Spätfrösten im Frühjahr, haben sich unsere WeinGärten erstaunlich schnell und gut erholt. Dennoch was abgefroren ist, kann nicht mehr ersetzt werden. Durch den warm-feuchten Sommer, war unsere größte Herausforderung die Pilzkrankheit Peronospora. Diese wurde mit viel Handarbeit am Weinstock und biodynamischen Präparate gewissenhaft im Zaum gehalten und abgeheilt. Nach all diesen Anstrengungen wurden wir – Weingarten und Winzer – mit einem ungewöhnlichen, beständigen, sonnigen Herbst beglückt.

Trockenheit und Hitze bei der Lese brachten uns ordentlich ins Schwitzen. Die Aufgabe war es die kostbaren, handselektionierten Trauben möglichst kühl in den Keller zu bekommen, wo die genaue und liebevolle Begleitung des Weinmachens beginnt.

Jenny, vielseitige Weinhandwerkerin und Physiotherapeutin,
pflegt und hegt die Holzfässer
Neue Holzfässer werden mit Pulkautaler Bienenwachs versiegelt. In den Fässern gärt der Wein in Ruhe vor sich hin. Die akustische Gärung – blubbern und schmatziges glucksen, mal Moll, mal Dur – hört sich jeden Tag anders an, so wie der Geschmack des werdenden Weines sich ändert, den wir öfters am Tag kosten müssen. Ein unwiederholbares Konzert und Musik für unsere Ohren!
Und wie präsentiert sich der Jahrgang 2016 am Gaumen? Die Weine zeigen sich jetzt schon sehr dicht, harmonisch und konzentriert. Heuer hatten wir kleine Beeren mit viel Inhalt. Der genaue Charakter wird sich mit der Zeit offenbaren.Noch gibt es jetzt zu tun im Weingarten. Nach biodynamischen Prinzipien wird der Kreis vollendet, indem nach der Lese selbst-gemachter Kompost von Traubenschalen und Kernen (Trester) der letzten Ernte 2015 zusammen mit vulkanischem Tonmineral in die WeinGärten ausgebracht wird. So arbeiten wir zusammen mit dem Bodenleben (ja, die Erde lebt!) in Dankbarkeit für das was wir ernten durften und um den Humusaufbau für die Zukunft zu unterstützen.

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UNSERE PORTUGIESER REVOLUTION

Thank you Petra Bader, author.

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sn seymann blauer portugieser 30-04-2016

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