Archiv der Kategorie: Stories

Weinhandwerker aktuell Ende April 2020, Harald und Laurin schreiben:

Der Frühling hat in den letzten zwei Wochen seine volle Kraft entfesselt: früh- und spätreifende Rebsorten haben die Knospen entfaltet und befinden sich teilweise schon im 3-5 Blatt Stadium mit sichtbaren Blütenansätzen… Dieser doch recht frühe Austrieb treibt uns voran und wird gottseidank durch etwas kühlere Nächte eingebremst – man spürt aber die explodierend wollende Lebenskraft!

St. Laurent auf der “Platte” am Schatzberg

Spätestens jetzt müssen die Weingärten für die neue Saison gewartet sein: alle Drähte gespannt und kaputte Steher getauscht.

Wir haben aufgrund der sehr trockenen letzten Wochen keine neuen Begrünungen angebaut, weil kein Regen in Sicht war. Das Wetter soll sich hoffentlich ändern aber genau weiß man es nie darum greifen wir jetzt zu einen „Kunstgriff“: um die immer stärker werdende Wasserkonkurrenz durch langsam überhand nehmende Beikräuter zu bremsen, bauen wir jede zweite Rebzeile neu an: auf die vergraste Fläche wird vorerst von Hand die Saat aufgesät. Dann wird sehr bewusst und einfühlsam mit den Bogenmesser unserer alten Fräse die verdichtete Grasfläche durchtrennt und mit den aufgesäten Samenkörner sanft durchgemischt. Das ergibt einen drei bis fünf Zentimeter dicken schützenden Mulch in dem die Samenkörner auf den Regen warten. Gleichzeitig bleibt die Erde vor Erwärmung und Austrocknung geschützt. Wenn es dann endlich einmal regnet werden die auf unser sehr trockenes Klima ausgewählten Saaten sofort keimen: dies sind alte robuste Sorten wie Nackthafer, Nacktgerste und die unverwüstliche Zottelwicke die selbst in Halbwüsten gedeiht. Ergänzt wird mit Fenchel, Koriander und Esparsette. (danke lieber Wilfried Hartl vom Bioforschungsinstitut Austria für diesen Trick!)

Einfühlsame Bodenbearbeitung und aufsaat von Gründüngung in der Wiege

Danach beginnen  wir mit dem „Stammputzen“ und dem „zweiten Rebschnitt“: beim Putzen des Hauptstammes werden kleine Triebe von Hand entfernt, manche Sorten wie Grüner Veltliner bilden sehr sehr viele – dies ist eine genetische Erinnerung der Reben an ihre Zeit vor hunderttausenden Jahren als sie am Rande der Urwälder ihren Lebensraum absicherten..

Am Kopf des Rebstammes und den Bögen links und rechts davon werden endgültig die Weichen für die Qualität gestellt: noch kann man geschickt mit den Fingern jeden zweiten Trieb ausbrechen um Platz für mehr Durchlüftung und Entspannung unter den Weinreben zu schaffen. Kümmertriebe und Doppeltriebe werden entfernt. Bis jetzt wurden viel mehr Triebe als notwendig mitgenommen um eine Reserve bei Naturereignissen wie starken Frost zu haben (2012, 2016, 2017). Aber jetzt wird der Rebstock wird von uns endgültig auf seine individuelle Leistungsfähigkeit eingestellt, es ist eine sehr lange und einfühlsame Arbeit die viel Hingabe erfordert, sozusagen unsere „Extrameile“ an die Weinreben, deren Ertrag damit reduziert wird. Unser Motto; weniger am Stock ist mehr im Glas!

Der Schatz wird gehoben! Grüner Mann 2018 frisch vom Fass!

Im Weinkeller haben wir gerade den Grünen Mann 2018 aus dem Fass gehoben. Ein absolut potenter Grüner Veltliner der Reserve Klasse mit exotischer Brillanz. Wir sind sehr glücklich über das Ergebnis! Unglaublich, fast schon 2 Jahre ist es her als wir diese Trauben ernteten. Die Lese für den Grünen Veltliner begann damals in den frühen Morgenstunden des 28.August wegen der hohen Temperatur am späteren Vormittag!!! Das Ziel war viel Frucht, Säure und wenig Alkohol – ganz schön fordernd im Hitzejahr 2018, welches uns bestätigt, dass man seine gewohnte Bewirtschaftung ändern muss und auch wirklich spannende und geniale Weine zu keltern! Wie das schmeckt? Überzeugt Euch selbst!

Weinhandwerker aktuell Harald & Laurin berichten:

Volle Kraft voraus! – unsere Weinreben werden vom fast „sommerlichen Frühling“ der letzten Tage wach geküsst…. Das „Bluten“ der Reben beginnt und leitet die neue Saison 2020 ein. Mit jeden Tag schwellen die Knospen mehr und mehr und treiben schließlich aus. Das Wachstum der Reben richtet sich jetzt nach der täglichen Durchschnittstemperatur und der Sonnenbestrahlung. In den letzten heißen Tagen mit durchgehenden Sonnenschein kann man dem entfalten der ersten kleinen Miniblätter buchstäblich zusehen …

Unser Powerteam – Fanda – Harald – Viktoria – Laurin – Nancy und unser first wine dog Luna

Bei uns im Weingarten ist nach dem Anbinden der Triebe jetzt Zeit um unsere Weingärten zu „warten“. Dabei werden kaputte Weingartensteher – altdeutsch: Packstall -pulkautalerisch  gesprochen: „Backsteu“ getauscht. Drähte die das ganze Jahr für eine stabile und luftige Laubwand sorgen werden nachgespannt.

Bluten der Reben, Wasser und Nährstoffe kommen von den Wurzeln bis in die Triebspitzen

Als Biobetrieb bauen wir in unseren Gärten des Weines spezielle Begrünungen als „Futter“ für unsere Nützlinge an. Nützlinge lieben vielfältig begrünte Böden weil sich die Temperatur der Erde wohltuend ausgleicht und es in heißen Phasen einfach viel feuchter bleibt.

Offene Böden verdunsten sofort das im Moment sehr begehrte Nass – seit Wochen hat es nicht mehr geregnet – aber unser Erdreich ist noch feucht…

Die Saat wird zum nächst günstigen Zeitpunkt von Mond, Gestirne und vorhandener Arbeitskraft händisch ausgesät – dann hoffen wir auf Regen damit unsere Saat aufgeht. Dies ist ein organisatorisches Kunststück, so ähnlich wie eine Weinlese…

Das Pulkautal, eine Autostunde nordwestlich von Wien, ist eine sehr heiße, trockene Zone, hier Landwirtschaft zu betreiben erfordert viel Einfühlungsvermögen und Detailarbeit: direkt unter den Rebstöcken halten wir im Gegensatz zum übrigen Weingarten den Boden „BeiKraut“ frei um direkte Wasserkonkurrenz zu vermeiden. Nährstoff wird durch Bearbeitung und freigesetzt und die Laubwand bleibt luftig, und damit sicherer vor möglichen Pilzerkrankungen.

Die Arbeit um diesen Teil des Weingartens frei von „Unkraut“ zu halten ist sehr arbeitsam, wenngleich schon viel einfacher als in der Vergangenheit. Früher konnte man das nur von Hand mit einer sogenannten „Haue“ machen, daher leitet sich auch der Name „Weinhauer“ ab.

Inzwischen fährt der Traktor im Pulkautal mit dem so genannten „Haugerät“. Wir sagen auch „Scheren“ fahren oder „Schwerteln“ dazu…. Einmal im Jahr gehen wir dann dem Traktor hinterher und arbeiten nochmal einmal ganz genau mit der Haue von Hand nach, so wie früher… Und all diese Arbeiten beginnen gerade wieder damit der Rebstock gut in die Saison startet!

Wenzel mit dem Haugerät bei der Beikraut entfernung oder auch “schwertln”

Aber auch im Weinkeller wo momentan alle Weine reifen, gibt es immer was zu tun – unser Zweigelt aus 2017, der „Alte Hase“, wird diese Woche auf Flasche gezogen. Wir können es kaum erwarten mit Euch den Zweigelt „Alter Hase 2017“ zu verkosten! 2017 war ein wirklich schönes Rotweinjahr – seit gespannt! Ab Ende dieser Woche offiziell trink- und lieferbereit!

Aus gegeben Anlass

Der Frühling findet statt, die Natur kennt keine Krise, die Natur kennt keinen Stillstand, es wird immer weiter gehen! Das Leben und die Liebe wird sich immer durchsetzen!

Wir sind ein Agrarbetrieb und haben daher für den Abhofverkauf geöffnet (wir liefern auch und verschicken mit DPD, Bestellungen via Onlineshop), damit unterstützen wir die Versorgungssicherheit der Bevölkerung „unter Einhaltung der aktuellen hygienischen Erfordernisse“…

Wir schätzen Eure Treue und bitten Euch die Möglichkeit des Abhofverkaufs und des Onlineshops zu nutzen. Wir freuen uns bald mit Euch gesund und vital anzustoßen!!!

Viele Liebe Grüße und gute Nerven

Familie Seymann – Die Sechs Hände, gut gewaschen, Nancy, Harald & Laurin

Die Arbeit als biologischer Familienbetrieb mit Verantwortung für einen Mitarbeiter geht im Weingarten ungebremst weiter – der Frühling ist im vollen Gange. Wir beenden gerade den Rebschnitt, beginnen die Rebstöcke anzubinden und danach die Ruten am Führungsdraht anzuheften. Alte Holzsteher müssen getauscht, Gerät repariert, Drähte gespannt, Begrünungen geplant werden. Der Weingarten wird für die kommende Saison fit gemacht. Alle Zeichen deuten auf einen verfrühten Austrieb dieses Jahr hin, dadurch müssen wir unsere Arbeitsschritte schneller erledigen…

Riede kleine Berge, Reblaus, Kriege, Weltwirtschaftskriesen, Frost und Trockenheit haben diese Weinberge schon gesehen und sind noch immer da! Es geht immer weiter…

Weinhandwerker Aktuell – 01.2020

Das Weinjahr 2020 hat begonnen! Der sanfte Rebschnitt ist schon in vollem Gange!

Nach dem Weinjahr 2019 dürfen unsere Stöcke ruhen und bekommen zwischenzeitlich einen neuen „Schnitt“ von uns verpasst. Ziel ist es das Wachstum und den Ertrag für den kommenden Jahrgang zu lenken, ohne den Rebstock dabei zu verletzen und den Wuchs der Rebe sowie den Saftstrom zu lenken. Denn die alten Rebstöcke sind jene die wirklich interessant für uns als Winzer sind. Aber nur ein vitaler Rebstock ist ein wertvoller Rebstock, dabei ist der sanfte Rebschnitt auschlaggebend um möglichst lange mit unseren Reben zusammen zu arbeiten. Diese Arbeit benötigt viel Erfahrung, Einfühlsamkeit und Gespür für die Rebe. Unsere ältesten Stöcke sind weit über 60 Jahre und wir freuen uns auf 60 weitere Jahre mit Ihnen!

Dabei genießen unsere Weingärten den so dringenden winterlichen Niederschlag, zwar noch keinen Schnee aber hin und wieder Regen. Jetzt werden die Wasserreserven wieder aufgefüllt. Seit den Feiertagen ist es sehr ruhig in den Weingärten, dafür schöpferisch-kreativ im Büro – neue Ideen entstehen für das kommende Weinjahr – lasst euch überraschen

Zugleich ist auch unter der Erde im Weinkeller „allerhand“ zu tun. Wir cuvettieren unsere nächsten Weine und bringen die 2019 Rotweine in den Fasskeller, 12 Meter tief in den Bauch der Erde. Diese Weine kommen nun in zu jeden Wein passende, sorgsam ausgewählte Barriquefässer.

Unseren Akazien Welschriesling aus dem Weinjahr 2018 füllen wir jetzt zum richtigen Mond nach über ein Jahr Akazienfass reife, feinfruchtig, elegant, ausbalanciert und richtig schön zum trinken ist er! Er kann es kaum erwarten endlich in die Flasche zu springen und Euch glücklich zu machen! Viel Sonne aus dem Sommer 2018 steckt in jeder dieser Flaschen! Er ist nun bereit Freude & Sonne zu verbreiten! Alle anderen Weine dürfen noch weiter reifen…

Weinhandwerker aktuell –November 2019

Winzer Harry ist gerade dabei in die frisch vorbereiteten Saatbeete am Schatzberg unsere Winterbegrünung einzusäen. Dadurch das die letzten Jahre sehr trocken im Frühjahr waren, haben wir beschlossen, dass wir zum Großteil unsere Begrünungen im Herbst anbauen. Damit haben wir den Vorteil das wir die Winternässe voll ausnutzen. Im Frühjahr wenn die Arbeit im Weinberg wieder startet haben wir dann schon vollentwickelte Begrünungen. Diese Begrünung schüzt und durchlüftet unseren kostbaren Boden, zieht Nützlinge an und schaut dazu auch sehr hübsch aus, ihr werdet sehen!

Hier sehen wir wie unsere zarte Herbstbegrünung ca. 2 Wochen nach Aussaat in der Lage Windlichtgarten.

Das Leben verlagert sich wie jedes Jahr um diese Zeit von der Erde unter die Erde. Wir bringen gerade unsere Rotweine in unseren traditionellen Reifekeller. Jetzt heißt es abwarten, gut Wein braucht eben Weile, aber sowviel sei schon mal gesagt, unsere 2019 Weine werden großartig!

Weinhandwerker aktuell – Oktober 2019

Erntedank 2019 Goldener Herbst – A Harvest Full of Love

Am 1.10.2019 hatten wir unseren letzten Lesetag. Wie jedes Jahr, machen wir unsere Schlussrunde im Weingarten mit Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon.

Die Qualität war heuer durchgehend wundervoll! Jedes Jahr ist anders, aber es gibt Jahre da passt einfach alles, Heuer war so ein Jahr.

Bis zum Schluss hatten wir richtig Glück mit dem Wetter. Wir konnten jede unserer verschiedensten Traubensorten am Punkt genau lesen!

Unsere Philosophie nach, entsteht der Wein im Weingarten – im Keller dürfen wir lediglich  Geburtshelfer sein und die Traube beim Wein-werden begleiten. Dieses Jahr konnten wir die Wirkung der vielen verschiedensten Aufbaumaßnahmen im Weingarten besonders gut spüren.

Das Ergebnis:  

Der Weinkeller singt, fruchtige Moste reich an Inhaltstoffen die schön gleichmäßig gären. Es ist die helle Freude sich durch unseren Weinkeller durchzukosten!

Die Handlese hat wie immer oberste Priorität bei uns! Dieses Jahr waren 10 Lesetage nötig um unsere diversen Sorten in den verschiedenen Lagen mit der Hand zu ernten. Wir haben das Glück ein tolles, junges Team – welches nicht nur mit Hand – sondern auch mit viel Herz an die Trauben herangeht. Wir sind überzeugt dass diese Liebe auch in den Wein mit einfließt – ein energisches Team mit guter Laune ist für uns  wesentlich. Dazu pflegen wir während der Weinlese die Tradition des gemeinsamen Mittagessens.

Nach der Lese ist vor der Lese

Jetzt geht es darum den Weingarten wieder etwas zurückzugeben, nachdem er uns so reich beschenkt hat. Wir bringen ihm selbstgemachten Kompost. Unser Kompost aus Traubenschalen, Trestern, Pferdemist, Stroh, Grünschnitt, Weinlager und noch vieles mehr ist über ein Jahr abgelagert und mehrmals mit der Hand gewendet. Es ist die pure Information an Leben: Mehrere Millionen von Mikroorganismen sind in diesen Mikrokosmos. Außerdem bindet sich unser Kompost mit dem Humusaufbau im Boden – in Folge wird eine sehr große Menge Wasser gespeichert. Der Humus macht unseren Boden „elastisch“ und ist in der Praxis unsere Anpassungsstrategie für die Wetterextremen.

Im Keller gären und reifen zwischenzeitlich die Weine, Ihr könnt gespannt sein die Früchte unserer Arbeit demnächst zu kosten! Wir freuen uns immer über einen Besuch von Euch! Kommt und traut Euch zu uns in die Weinhandwerkerei!

Weinhandwerker Aktuell September

Weinhandwerker Aktuell September 2019

Die vielen Arbeitsstunden die während der Weinlese anfallen, schafft man viel einfacher mit Nancys herzhafter Kitchen

Die Weinlese ist im vollen Gange und neigt sich bei uns schon dem Ende zu. Seit 6.September ernten wir beinahe jeden Tag. Die Reife ist dieses Jahr besonders beeindruckend und gleichmäßig bei all unseren Sorten.

Unser Leseteam – volle Fahrt voraus!

Die Trauben sind wunderschön und das macht uns sehr glücklich. Trotzdem wird wie jedes Jahr bei uns alles selektiv von Hand gelesen. Jede Traube wird von unseren tollen Leseteam genauestens überprüft bevor diese in den Kübel darf. Das macht sich bezahlt! Im Weinkeller zeigt sich eine wunderbare Balance der Moste. Alles Gärt wunderbar und riecht fantastisch! Es lässt sich großartiges erahnen. Durch jahrelange Aufbaumaßnahmen unserer Böden scheint sich dies langsam bezahlt zu machen. Trotz der Wetterextremen der letzten Jahre, konnten wir die Qualität unserer Böden verbessern. Unseren Böden geht es besser den je – davon profitiert jeder, die Natur und unsere Weinfreunde. Vitale Rebstöcke produzieren gut versorgte Trauben und das wiederrum lässt großartige Weine entstehen. PROST!

Ein Hand voll Glück! St.Laurent Traube in Laurins Hand – 5 Jahre und 1.000 Handgriffe zu diesem Moment

Jungfernernte – St. Laurent vom Schatzberg

Nach 5 Jahren härtester und hingebungsvollster Arbeit, davon hatten wir zwei trocken Jahre, durften wir Heuer das erste Mal unseren neuen Weingarten am Schatzberg ernten! Dieser Weingarten ist unser größter Lehrmeister im Aufbau von Humus und Bodenleben. Damals war es nichts als karger Sandboden. Heute eine Oase an Leben und Genuss! So schön zu sehen wie alles auflebt!
Das große Potential ist jetzt schon spürbar! Tief schwarze Beeren, dunkles Aroma und Kerne wie Kaffeebohnen! YEAHHH BABBYYYY das ist St.Laurent vom Schatzberg – Danke an alle Freunde die uns dabei unterstützt haben!

Schmeckata 2019 auf der Presse – Traminer, Grüne Veltliner, Sauvignon Blanc und Gelber Muskateller

Entschuldigt dass der Beitrag diesmal etwas kürzer ausfällt ich muss wieder in den Weinkeller – Ihr könnt aber kurz mitschauen:

Herzlichst euer Laurin

Weinhandwerker aktuell Mai ´19


Harald&Laurin schreiben:

REGEN IST SEGEN

Heute ist wieder ein großartiger Tag, unser Zweigelt alter Hase 2016 wurde eben in die Flasche gefüllt, mit viel Sorgsamkeit und Hingabe, auf jedes noch so kleine Detail wird bis zum Schluss genauestens geachtet – und diese Liebe zum Detail schmeckt man:

Die Essenz von unseren besten Zweigelt Reben. Von Hand auserwählt. Zwei Jahre im kleinen erfahrenen Holzfass gereift. Tief dunkles rubinrot mit langen dichte Schlieren im Glas. In der Nase ein Spiel aus Frucht und Würze. Dunkle Weichsel, Wiesenkräuter, Zartbitterschokolade, Kokos. Am Gaumen fruchtig und rund – trinkiger freudevoller Abgang –Sofort Lust nach mehr! Unser alter Hase weiß eben was glücklich macht! Trocken1g/lRZ, 13,0 Vol. % Alk., Drehverschluss 0,75 l

Sehr limitiert NUR 741 Flaschen gibt es vom 2016er Jahrgang… sichere dir deinen alten Hasen!

(Anmerkung vom Senior HerriSeymann: im Selbstversuch letzte Nacht eine Flasche getestet, super Fettn! Schönes Rauschgefühl, gutes Aufstehen am nächsten Tag!)

WeinGarten

Der Weingarten war die letzten Wochen wieder voll im Fokus unserer Energie. Es wurde der Draht repariert und neue Weingarten Holzsteher gesetzt. Alles ist nun bereit für die neue Saison! Auf unsere frisch angebauten Begrünungen zwischen den Weingartenzeilen wurde das biodynamische Präperat 500 ausgebracht. Das biodynamische „500“ ist ein Hornmistpräparat, es vermittelt dem Boden eine sehr konzentrierte Kraft, die besonders das Wurzelwachstum fördert und das Eigenleben des Bodens aktiviert.

Ausbringung von Präperat 500 Hornmist

Durch den reichlichen Niederschlag der letzten Tage bekommt die Weinrebe den so dringend benötigten Treibstoff für einen genialen Saisonstart.

Da die Weinrebe ja ursprünglich eine Kletterpflanze ist, wild und kräftig wachsen will, ist es unser Job als Winzer die Rebe zu kultivieren und ihre Kraft zu lenken. Das Ziel der Arbeit subd aromatische, gesunde Früchte mit viel Inhalt – ihr werdet es schmecken!

Austrieb und junges Geschein – das wird 2019!

Nach dem Rebschnitt und dem Anbinden der Triebe im Winter ist die nächste Arbeit im Frühling die Triebe auszubrechen. Das Ausbrechen der Triebe erfordert neben Fleiß und vielen Handgriffen auch sehr viel Kopfarbeit, man muss bei dieser Arbeit schon an den nächsten Rebschnitt denken. Denn ca. die Hälfte aller Triebe werden entfernen und müssen exakt platziert sein. Zwischen fruchtbaren und unfruchtbaren Trieben wird unterschieden.

Luna ist unser Begrünungsmanager – alles in bester Ordnung!

Eine exakte Laubarbeit für uns als Bio Winzer ist auch schon ein großer Teil der Pflanzengesundheit – Dadurch ist die Laubwand luftig und kann nach Niederschlägen wieder schnell abtrocknen. Wein machen ist eben viel Handarbeit.

Nancy schreibt: DER GRÜNER MANN IN DER WIEGE



– Nancy Lee Seymann 10.03.2019

In den Weinblätter lache ich
bevor sie spriessen,
Der Wind schnitzt mein Gesicht.
Ewig sterbe ich
Ewig stehe ich wieder auf.
Schreien, stampfen
auf der Erde,
laut singe ich in die Stille
vom Traum des Frühlings
bis die Reben weinen und grünen.

I laugh in the grape leaves
before they sprout.
The wind carves my face,
I die and rise again
and again
in the eternity of nothingness
and everything.
Screaming, stomping
on the earth,
singing the ancient songs loud
in the stillness
living the dream of spring
until the vines cry in
tears green of joy.

WEINHANDWERKER AKTUELL 12.03.2019

Drawing by oldest son #gunthergerger who held Nancys hand while Nancy was awakening …. Nancys wrist tattoo (a personal love story) has a new blossom

Herzhafte Neuigkeiten! Nancys Mithralklappen Operation war erfolgreich! Sie wurde am 1.März in Innsbruck am Herz operiert – der Eingriff hat besser funktioniert als gedacht, ihre bestehende Herzklappe konnte gänzlich repariert werden (6 Stunden Herz-Lungen Maschine, Chirurg Prof.Müller mit 3 D Brille) Jetzt erholt sich Nancy gerade von Ihrer schweren Narkose in Natters, lernt wieder atmen und wird sich dann weiter für ihre Reha
im Raum Innsbruck aufhalten. Gut Ding braucht eben Weile… Wir sind alle sehr glücklich und erleichtert dass die OP so gut funktioniert hat! Wir geben Nancy die Zeit und Unterstützung die Sie benötigt um sich gänzlich zu regenerieren. Vielen lieben Dank an alle die an Sie gedacht haben!!!

Das Leben in Karlsdorf geht zwischenzeitlich ungebremst weiter. In den Weingärten ist der Boden mittlerweile wieder zum Leben erwacht. Jetzt wo die Sonne wieder kräftiger ist und die Tage spürbar länger werden, erwacht alles zum Leben. Der sanfte Rebschnitt ist abgeschlossen, wir haben schon damit begonnen die selektiv geschnitten Triebe an den Draht zu biegen und anzubinden. Wir bereiten uns fleißig auf die kommende Saison vor: das Spiel mit Wind, Wetter, Energie und das Richtige zur richtigen Zeit zu tun hat wieder begonnen!

Aus unserem Weinkeller – der perfekten Klimakammer – haben wir einen Schatz gehoben: pünktlich vor Ostern hat unser Zweigelt „Alter Hase“ 2016 die Barriquefässer verlassen! Dunkelrot, fruchtig und würzig! Es wird noch ein paar Wochen dauern bis er in auf Flasche gezogen ist aber wir können es kaum erwarten Euch damit zu beglücken. Die perfekte Osterüberraschung für Erwachsene!

Die Sechs Hände, unser Grüner Veltliner DAC 2018 – frisch, knackig – elegant JETZT wieder da!

Wir freuen uns außerdem auf einen sehr sinnlichen Höhepunkt bei uns am 23.März: der legendäre orientalische Geschichtenerzähler Parvis Mamnun kommt zu uns und erzählt, begleitet mit orientalischen Speisen und Seymann ́s Wein, Geschichten aus Tausendundeiner Nacht: „Die persische Prinzessin“ – gewagte Erotik Boccaccios in der poetischen Bildersprache Nezamis (Persien, 12. Jh.) Nachdichtung der Lieder: Barbara Frischmuth. Für Erwachsene!

Zwischen durch war uns der ORF besuchen und hat uns zum Thema Bio ein paar Fragen gestellt. Schaut selbst wie wir das so machen :

Programm Tipp: 25.3.19 im „Themenmontag“ auf ORF III um 20.15 Uhr.

Wir bringen jedes Jahr im Frühling unseren eigenen Kompost in unsere WeinGärten. Wir geben mehr als wir nehmen!


Zwischenzeitlich halten die Seymänner die Segel im Wind

Kommt und besucht uns – entdeckt den Frühling mit uns in unseren aufblühenden WeinGärten!