Flüssige Landschaft - Himmel, Erde und Wein.

Seit 2002 heben Alexander und Harald Michael Seymann den "Schatz des Pulkautales" im westlichen Weinviertel. Darunter verstehen wir die Entdeckung und Erkundung der einmaligen Möglichkeiten unseres Terroirs. Wir verstehen uns als Geburtshelfer von Weinen mit außergewöhnlicher Persönlichkeit.

Die Eigenheiten des Pulkautales sind Lehm- und Sandböden vom letzten Urmeer und pannonisches Klima mit heißen Sommer - kräftige Rot- und Weißweine entstehen hier.

Diese werden tief unter den Weingärten im Bauch der Erde ausschließlich in Holzfässer gekeltert. Mit viel Handarbeit, Zeit und Gefühl werden jedes Jahr exklusive Kleinserien der "Flüssigen Landschaft" auf Flasche gezogen.

2001 erben Alexander und Harald Michael Seymann das väterliche Weingut im Pulkautal und haben von nun an eine weitere Beruf-ung. Eine intensive Zusammenarbeit beginnt: vom Vater haben sie die Einfühlsamkeit für das Leben der Reben und das Durchhaltevermögen gelernt. Als typisch österreichischer Familienbetrieb bringt jeder seine besonderen Talente ein.

Alexander Seymann ist die technische Seele des Betriebes - ein begeisterter und akribischer Praktiker - ohne ihn würden die Räder stillstehen...

 

 

 

Für den Photographen, Kameramann und Filmemacher Harald Michael Seymann eröffnet sich der Zugang zur Weinwelt über die Ästhetik der Bilderwelt. Das ORF Universum s "Vom Werden des Weines" - "The Genesis of Wine" wird mit dem "US Gold Camera Award" und "Best of Camera" international ausgezeichnet. Die Dreharbeiten ermöglichen einen intensiven Kontakt mit Persönlichkeiten der österreichischen Weinwelt und sind der Beginn eines langen Austausch- und Lernprozesses. Als Winzer, Weinfilmer und -photograph arbeitet er an der Vision und Umsetzung des Gesamtkunstwerkes "FLÜSSIGE LANDSCHAFT ", die erstmals mit dem Jahrgang 2005 realisiert wird.

 

Unsere Marketing Partnerin ist die vielseitige Kommunikations-Trainerin und Künstlerin Nancy Lee Seymann (www.artgaard.com). Ihr Zugang zum magischen Realismus der beseelten Pflanzenwelt ziert die Labels des Jahrganges, vor allem das Etikett von ROSA DEUM. Das Ziel ist, die Künste miteinander zu verbinden und zu vervollkommnen: Bilderwelt, Duft und Geschmack bilden eine Einheit.

 

 

 

 

 

 

Als erstes großes Projekt wird "ROSA DEUM - The life of a rose" als Kunstfilmprojekt gemeinsam mit dem WEISSWEINCUVEE ROSA DEUM im Rahmen eines festlichen Events am 20. Juni 2006 in Baden bei Wien der Öffentlichkeit präsentiert. Dazu gehört auch ROSENKLANG und KULINARIK im Zeichen der Rose.

Unser Betrieb liegt in Karlsdorf im Pulkautal, im westlichen Weinviertel in Niederösterreich, zwischen den alten Weinbauorten Retz, Znaim und Haugsdorf. 3 ha Fläche erlauben mit Hilfe von altem Handwerk einen spielerischen und flexiblen Umgang mit der Materie. Zum Beispiel die ständige Erforschung heimischer und anderer Holzsorten. Das Ergebnis im Rot- und Weißweinbereich spiegeln unsere Offenheit für Neues wieder:

Akazienwelschriesling - unsere Innovation! Kräftiger Welschriesling im neuen Akazienholz vergoren und ausgebaut - einmalig in Österreich.

 

 

Rosa Deum - der Wein zum Film mit feinen Rosenduft. Ein Viertel Gewürztraminer mit drei Viertel Weißgipfler, vergoren im Manhartsberger- und Akazienbarrique.

 

 

Wilder Wein - Rotweincuvée - die ungestüme Kraft von Cabernet Franc, verbunden mit den traditionellen Weinviertler Sorten Blauer Portugieser, Blauburger und Zweigelt, gereift in mehrmals verwendeten Barriques.

 

 

Zweigelt vom Berg - unsere Definition von Trinkvergnügen mit wenig Alkohol. Molliger Trinkfluss mit tiefen Aromen von Weichseln und Rumtopf.

 

 

Die Geschichte unseres Akazienwelschriesling fußt auf Beobachtungen des die Riede umgebenden Akazienhaines. Dieses Holz hat bei uns im Pulkautal von jeher große Beachtung beim Weißweinausbau genossen. Die zierlichen Blüten verströmen einen intensiven Duft, der die Fluren jedes Jahr Ende Mai/Anfang Juni verzaubert. Die feinen harzigen Inhaltstoffe in den Poren des harten Süßholzes geben eine zarte Extraktsüße ab. Wenn diese richtig dosiert und eingesetzt wird, beschert sie dem Wein einen besonderen Abgang. Was liegt also näher als auch im Keller zu vereinen, was im Weingarten miteinander wächst?

Seit 2002 beraten wir uns mit den Fassbindern über das richtige Toasting der Fässer, seit 2005 schlagen wir unser eigenes Faßholz im richtigen Mond und lagern es selber.

Die Besonderheit unseres Weinbaugebietes liegt im Zusammentreffen von kontinentalem mit panonnischem Klima. Die Sommer sind heiß und trocken (nur 350 mm Niederschlag im Jahresdurchschnitt) mit gelegentlichen heftigen Gewittern, die Winter kalt - die hier gedeihenden Reben strengen sich an und werden mit der Zeit immer charaktervoller...Junge und alte Stöcke holen ihre Kraft mit metertiefen Wurzeln aus dem wasserspeichernden Lehmboden.

Die Trauben werden im Herbst vor den zahlreichen Staren geschützt und eingenetzt. Um die optimale Reife zu erlangen, wird oft erst Mitte bis Ende Oktober gelesen. Es bestehen große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Die Tau- und Nebelbildung in den kleinen Kesseln der Weingärten ist erheblich und erfordert präziseste Laubarbeit für gute Durchlüftung der Traubenzone. Der Vorteil dieser besonderen Bedingungen ist aber eine Förderung der Aromatik der Weine. Die Säure bindet sich gut ein und feine Bukettstoffe können entstehen. Diese Beobachtungen sind eine der Grundlagen des "Schatzhebens"!

Der Boden unserer sanft wogenden Hügellandschaft nahe der mährischen Grenze hat eine eigene Geschichte: die Reben wurzeln in den Ablagerungen und Sedimenten des letzten Urmeeres Tethys . Unser Abschnitt wird in der Geologie Laaer Formation genannt. Eine reizvolle Vorstellung, dass es hier Lagunen und Strände gegeben hat.! Unendliche Zeit später formt sich das Hügelland, und der Mensch pflanzt an den Hängen Weingärten.

Die spezifischen Ablagerungen des Meeres sind ein Gemisch von Sand, Ton und Lehm mit sehr hohem Kalkanteil. Der Kalk ist als Terroirton in all unseren Weinen schmeckbar. Der Akazienwelschriesling stammt vom sandigen Meeresgrund, die Rotweine und der Weißgipfler von lehmigen Sedimenten.

Wie sich in den letzten Jahren zeigt, verlangt der fruchtbare Lehmboden eine Zähmung der Weißweine bei den Maischestandzeiten.

Dadurch werden die Weine differenziert, elegant und gut strukturiert mit feinem, fruchtigem Bukett. Bei den wüchsigen Rotweinen auf den kraftvollen Böden werden die unterschiedlichen aromatischen Beerentöne durch sehr strenge Ertragsregulierung von 6 bis 8 Trauben pro Stock herausgearbeitet und später im Keller durch dezenten Holzeinsatz untermalt. All dies verleiht eine lange Lebensspanne...

Wir erforschen und pflegen ständig die Eigenart und Besonderheit unserer Reben und Weine. Eine Spezialität unseres Betriebes ist die Ausrichtung der entscheidenden Arbeiten in Weingarten und Keller nach Mond und Gestirnen mit Hilfe des Kalendariums von Maria Thun. Zum richtigen Zeitpunkt wird bei optimaler physiologischer Reife von Hand gelesen, schonend gerebelt, gemaischt und in bewusst traditioneller Methode im Holzfass oder in Maischebottichen vergoren. Dabei wird die Rotweinmaische mehrmals täglich händisch untergetaucht und gerührt - wir glauben, dass dabei besondere, feinstoffliche Inhaltstoffe freigesetzt werden.

Bei speziellen Chargen wird bis zu vier Wochen gemaischt. Nach dem Abpressen wird den Weinen in unserem tiefen Sand-Lösskeller genügend Zeit gelassen um sich auszubauen.

Die Weißweine werden meistens auf der Feinhefe bis Weihnachten gerührt, um einen gewissen cremigen Schmelz zu erreichen. Früh werden sie auf Flasche gezogen, um die Reifespanne zu verlängern. Die Rotweine werden nach kurzem Barriqueeinsatz zur Harmonisierung länger im großen Holzfass belassen. Alles braucht seine Zeit. Die Temperatur beträgt Sommer und Winter zwischen neun und zehn Grad. Das Gewölbe ist das älteste im Ort und ein labyrinthisches Universum für sich - voll mit großen älteren und neuen kleinen Fässern ist es ein lebendiges Beispiel für überlieferte Handwerkstechnik. Das einzig Neue in unserem Werden des Weines sind moderne begleitende Weinanalysen im Labor .

Im Gleichgewicht mit der Natur wird der richtige Zeitpunkt des Handelns erfasst. Ziel ist ein natürlich gewachsener, gereifter und beseelter Wein - je genauer wir das Leben der Pflanzen und die Alchemie des Weines beobachten, desto mehr ersparen wir uns Eingriffe in die Naturbelassenheit unserer " FLÜSSIGEN LANDSCHAFT".