WEINHANDWERKER AKTUELL – 15.11.2017

Laurin schreibt:

Nach der Lese ist vor der Lese

Der Jahrgang 2017 liegt nun wohlbehütet nach einer sehr intensiven Weinlese in unserem Weinkeller. Dort ist es jetzt auch stiller geworden. Die Gärung ist nahezu komplett bei allen Weinen abgeschlossen. Jetzt geht es um die Reifung unserer Weine, das braucht Zeit. Zart werden die Weine auf der Feinhefe aufgerührt, wir kosten, beobachten und erfreuen uns an den herrlichen Aromen und Geschmäckern der neuen Weine! Ihr könnt gespannt sein! Unser genialer Satz – „Schmeckata 2017“ ist jetzt genau richtig und macht sich deswegen am Weg in die Flasche. Alle anderen Weine sollen reifen und ihre Aromen weiterentwickeln. Unsere Rotweine übersiedeln jetzt allmählich nach der Gärung im großen Gebinde in unseren alten Weinkeller, dort reifen sie dann 12Meter tief im Bauch der Erde in Barriquefässern.

Auch wenn die Weinlese vorüber ist und die Blätter bereits gefallen sind so sind wir im Weingarten zurzeit sehr tatkräftig. Denn nach der Lese ist vor der Lese. Um unsere Böden belebt und vielfältig zuhalten erneuern wir in einem regelmäßigen Zyklus unsere Begrünungen. Diesmal haben wir im Oktober die Hälfte unserer Flächen mit neuen Sämereien angelegt. Nach dem extremen Weinjahr 2017 welches durch Spätfrost im Mai und der bis vor kurzen andauernden Trockenheit geprägt war, arbeiten wir eifrig daran unsere Böden für Jahre wie 2017 fit zu machen. Deshalb bringen wir zurzeit unseren eigenen Kompost in die Weingärten und dazu ergänzend ein vulkanisches Tonmineral „Vermiculit“ aus. Dieses Tonmineral unterstützt uns sehr beim Humusaufbau, dadurch wird der Boden elastischer und kann Wasser viel besser speichern deshalb wird der Weinstock auch in solchen Jahren gut mit allem versorgt was er aus der Erde benötigt.

Der Boden ist unser allerhöchstes Kapital, wir hegen und pflegen ihn wie unseren größten Schatz, damit auch unsere Kindes Kinder sich über den Geschmack, die Einzigartigkeit unseres Weines und des Terrors erfreuen können.