weinhandwerker aktuell 20.07.2017

Alles machen wir für unsere Jugend – Wasser ist Leben

Laurin schreibt:

Wir erleben zur Zeit einer der trockensten Perioden seit Jahrzehnten. Seit Jahresbeginn messen wir gerade einmal 120mm Niederschlag. Nahezu jedes Gewitter ist an uns vorbei gezogen.

Damit stellen sich für uns völlig neue Herausforderungen im WeinGarten. Wir reduzieren bewusst noch mehr als sonst üblich unsere Erträge. Unser Ziel ist es auch in extremen und schwierigen Jahren fruchtige, harmonische, langlebige Weine zu vinifizieren. Das bedeutet noch mehr wohl überlegte Handarbeit im WeinGarten.

Unsere Begrünungen zwischen den Reben werden auf Grund der Wasserkonkurrenz gewalzt. Dadurch werden die Pflanzen abgeknickt und benötigen weniger Wasser. Trotzdem können unsere Nützlinge so mit uns den WeinGarten in Balance halten und der Boden ist vor direktem Sonnenlicht geschützt.

Die alten erfahrenen Reben haben tiefe Wurzeln und können sich besser mit Wasser aus der Tiefe versorgen. Unseren jungen WeinGärten müssen wir allerdings helfen: einmal in der Woche gießen wir zu Zweit händisch unsere jungen Reben.

Weil es nahezu jeden Tag über 30 Grad Celcius erreicht, arbeiten wir nur von Sonnenaufgang bis maximal zu Mittag. Sonst ist es unerträglich heiß. Auch unsere Pflanzenstärkungspräparate können wir auch aufgrund der singenden Hitze nur in der Nacht ausbringen.

Wir SeyMänner/Frauen betreuen unsere Reben persönlich und intensiv. Durch die heurige extreme Trockenheit liegt der notwendige Einsatz sogar für unsere Maßstäbe weit über dem Durchschnitt. Wir freuen uns auf heilenden Regen um auch unser persönliches Leben wieder zu entschleunigen.

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